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Neue Arbeiten_Miriam Rösch
Neue Arbeiten_Miriam Rösch [Finissage]
oT [Rückenansicht Schüler] Miriam Rösch
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Miriam Rösch

ist die zweite Künstlerin, die sich dieses Jahr erstmalig mit einer Einzelausstellung im studio_01 präsentiert. Miriam Rösch gewährt mit ihren Bildern Einblick in Wirklichkeiten, wie sie uns aus eigener Erfahrung bekannt sein mögen, später aber meist nur übers Hörensagen, ganz selten jedoch in einer künstlerischen Rezeption "nach außen dringen". Ihr Thema ist Jugend und Schule.

Als zeitweiser Teil der Gruppe beobachtet und skizziert die Künstlerin dabei einen Bereich unserer Gesellschaft, dem sowohl der schnell vorübergleitende Moment als auch die Konstanz der kontemplativen Beschäftigung inne wohnt. Diese Dialektik spiegelt sich in Miriam Röschs Arbeiten: Im Kontrast von Pastelltönen und kräftigen Farben und sichtbar im Duktus, der zwischen flüchtig gezeichneten Konturen, ruhigeren malerischen Flächen sowie vibrierenden Pinselstrichen wechselt.

Während die skizzenhaften Arbeiten auf Papier eher figurenhafte Wesen zeigen, so offenbaren sich die Portraitierten in weiter bearbeiteten Bildern auf Leinwand als reifende Menschen mit eigenem Ausblick und gewachsener charakterlicher Präsenz. Der Reiz in Miriam Röschs malerischer Betrachtung von Schule und ihren Protagonisten besteht aber gerade nicht in dem Interesse an einer analytisch eindeutigen Bewertung, sondern in der Offenheit der künstlerischen Sprache.

Wiesbadener Kurier

Vom 08.05.2007
Schule als Bühne der Emotionen

Neue Arbeiten von Miriam Rösch sind im studio 01 zu sehen.

ub. WIESBADEN Ob PISA oder Bologna, ob Elite-Uni-Diskussion oder Frühförderungsdebatte - das Thema Bildung ist den Deutschen jederzeit einen politischen Diskurs wert. Jener aber mündet fast immer in der zumeist unhinterfragten Feststellung, die europäischen Nachbarn machten es besser. Aber wie sieht es etwa in den Schulen wirklich aus - wie gestaltet sich der alltägliche Lernbetrieb, wenn nicht gerade massive Disziplinarprobleme denselben medienwirksam verhindern? Die Antwort gibt derzeit Miriam Rösch im Studio 01. Und weil Rösch Kunstlehrerin ist, ist ihr Statement ein ästhetisches. Die Pädagogin beobachtet diejenigen, die sie unterrichtet. Sie skizziert und fotografiert ihre Schüler bei der Zeugnisvergabe, beim künstlerischen Arbeiten, in der Pause oder beim Sport. Aus den Vorlagen entstehen großformatige Bilder in Kreide und Acryl.

Was nun aber zeigen diese Momentaufnahmen? Sie präsentieren ein Ereignis, welches fast alle Beteiligten längst aus dem Blick verloren haben. Nämlich Menschen, die ihre Individualität leben, auch und gerade im reglementierten Alltag. Die Schule wird dabei zur Bühne der Emotionen - und die Schüler zu den Persönlichkeiten, um welche sich einst Goethe und Schiller und nach ihnen das 19. und 20. Jahrhundert bildungsidealistisch bemühten.


Die wirtschaftliche Nutzung der Menschenbildung stand bei den Dichterfürsten übrigens nicht an erster Stelle - ihnen und ihren Nachfolgern ging es vielmehr um die Formung einer humanen


Gesellschaft. bis 19.05., Herderstr. 11, do., 17-19, sa., 15-17
         
                     
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Ausstellungen  
 
Ausstellungsdauer: 27.04. - 19.05.2007
Vernissage | Freitag, 26. April 2007, 19h

Öffnungszeiten | do. 17-19h | sa. 15-17h | und nach Vereinbarung

Finissage | Sonntag, 20. Mai 2007, 16-18h